Nach einer sechsstündigen Autofahrt waren alle Jugendlichen froh, dass sie ihre Betten in insgesamt sieben festen Zelten beziehen und die ersten Erkundungen auf dem Zeltplatz machen konnten. Nach der ersten Nacht hieß es dann erst einmal, Grömitz unsicher zu machen. Dafür musste allerdings ein 30-minütiger Spaziergang auf dem Deich in Kauf genommen werden. Danach fand ein gemeinsamer Nachmittag am Strand mit kleinen Spielen im und rund um das Wasser statt. Da einige JFM´s nicht auf die Gruppenleiter hören wollten, die mehrfach auf das Auftragen von Sonnenmilch hingewiesen hatten, mussten sie am Abend ihr „rotes Wunder“ erleben.

 Am Montag fuhren wir alle gemeinsam in den HansaPark und verbrachten dort einen wunderschönen Tag. Auf der Hüpfburg wurden sogar die alten Gruppenleiter zu kleinen Kindern und zeigten den Jugendlichen, was sie noch so alles drauf haben.

Ein Volleyball-Turnier rundete den Tag ab und alle waren froh, dass dieser schöne aber doch anstrengende Tag im Bett endete. Alle – nein, nicht alle – die Wimpelwache durfte natürlich nicht schlafen und somit waren deren Äuglein am nächsten Tag deutlich kleiner als die der anderen.

Der nächste Tag wurde genutzt, um auf dem Museumshof Lensahn die Arbeit anzuschauen, wie sie vor hundert Jahren ausgesehen hatte. Nach der sehr lehrreichen Führung waren alle glücklich, dass sie heute leben dürfen und nicht auf die geliebte PSP und sonstigen Luxus verzichten müssen.
Das Highlight der Grömitz-Fahrt fand am Mittwoch statt. Denn zuerst wurde die Berufsfeuerwehr Lübeck besucht, wobei der ein oder andere sogar einen echtes Stück C-Schlauch mit „BF-Lübeck“ Aufdruck aus der Schlauchwerkstatt mitnehmen durfte. Danach fand eine Stadtrundfahrt mit einem Boot auf der Trave statt. So konnten wir nicht nur die Speicherstadt besichtigen, sondern auch viele andere, wichtige Gebäude und Denkmäler anschauen, von denen der ein oder andere Gruppenleiter noch heute die Geschichte als Ohrwurm im Kopf hat. Nachdem wieder alle festen Boden unter den Füssen hatten, wurde die Fußgängerzone Lübecks unsicher gemacht. Hierbei kamen nicht nur unsere Mädels auf ihre Kosten, nein, einige Jungs entwickelten einen richtigen Shopping-Kaufrausch.
Am Donnerstag waren wir auf den Spuren von Karl May unterwegs und schauten uns in Bad Segeberg den „Schatz im Silbersee“ an. Von den drei Hauptdarstellern Erol Sander, Martin Semmelrogge und Dorkas Kiefer war die letzt genannte der Auslöser für ein Platzen der Speicherkarte in den Kameras.
Der nächste Tag führte uns auf die Insel Fehmarn. Hier standen das Meereszentrum mit vielen bunten Fischen, darunter auch Nemo und Haie, sowie eine U-Bootbesichtigung auf unserem Tagesplan. Am Abend genossen alle ein großes Feuerwerk direkt am Strand, welches den krönenden Abschluss von „Ostsee in Flammen“ darstellte.

Am letzen Tag wurden die Ostsee Therme in Scharbeutz besucht. Hier konnte sich jeder noch einmal richtig im Wasser austoben und das zeitweise schlechte Wetter vergessen. Nach mehreren Wasserschlachten schliefen die ersten schon im Stehen ein und die restlichen verabschiedeten sich auf der Rückfahrt, um Augenpflege zu betreiben.

Eine anstrengende aber schöne Ferienfreizeit zeigte dann doch bei allen Beteiligten ihre Spuren und besonders die Gruppenleiter waren durch Augenringe gekennzeichnet, da sie ständig wachsam die kleine Rasselband im Auge hatte.

Keiner, weder Jugendlicher noch Gruppenleiter, wird wohl diese Fahrt so schnell vergessen, da jeder Teilnehmer dafür gesorgt hatte, dass die Fahrt ein voller Erfolg war.

 

Grömitz 2009Fotos